Jens Mohr

Autodidakt / self educator in art

Bildschirmfoto 2020-12-08 um 14.12.38

BRINGING THE ESSENTIAL INTO BEING(S)

Bringing the essential into being(s)

If someone asks me what the international artist Jens Mohr actually does with his art, I can only think of one answer: he makes "beings". First of all, this has a tangible meaning: because what is created here is a host of literally peculiar, sometimes elusive, but always strangely familiar looking pictorial beings. The crucial point in Jens Mohr's work on beings, however, lies deeper; it refers to the philosophical depth dimension of this “artistry of essence”: for the essence of a thing is the cardinal, the true, which of its own cannot be seen forthwith, but can express itself only in the embodied surface of things. The essence is at the same time that which, as if from the depth of an invisible centre, combines all visible parts on the surface into a meaningful entirety.

Nothing could better describe what Jens Mohr's art is all about. For here an almost magical transformation occurs: the completely meaningless, in the direct sense “refused” bits that form the bodies of his figures – the discarded tin can, the bent metal scrap, the battered piece of unearthed timber – dissolve almost completely in the eye of the beholder, indeed they almost disappear as he looks at the soul of what they express in their artistic combination. In Jens Mohr's work, the banal becomes something essential in a wonderful manner. And at the same time, his art is the clearly perceptible proof that the whole is indeed always more than the sum of its parts.

If art is nothing other than the magic of making the essential visible, then one understands what the artist Jens Mohr is: precisely that, a "Wesen"-maker – a maker of “essence”, a maker of “beings”./  – bringing the essential into being(s).

 

Prof. Dr. Martin Booms, philosopher Bonn 

translation Julia Achenbach

BRINGING THE ESSENTIAL INTO BEING(S)

Der „Wesen“-Macher  

Fragt mich jemand, was der internationale Künstler Jens Mohr mit seiner Kunst eigentlich mache, fällt mir nur eine Antwort ein: „Wesen“ macht er. Das hat zunächst eine konkrete Bedeutung: Denn was hier geschaffen wird, ist eine Schar im Wortsinn eigenartiger, manchmal schwer definierbarer, aber immer merkwürdig vertraut wirkender Kunstwesen. Der entscheidende Punkt in Jens Mohrs wesenhaftem Schaffen liegt aber tiefer, er verweist in die philosophische Tiefendimension dieser „Wesens“-Kunst: Denn das Wesen einer Sache ist ja das Eigentliche, das Wahre, das selbst nie unmittelbar zu sehen ist, sondern sich immer nur in der gestalthaften Oberfläche der Dinge zum Ausdruck bringen kann. Das Wesen ist zugleich das, was wie  aus der Tiefe eines unsichtbaren Zentrums alle sichtbaren Teile an der Oberfläche zu einem Ganzen, Sinnhaften zusammenfügt.  

Nichts könnte besser beschreiben, was Jens Mohrs Kunst ausmacht. Denn hier passiert eine geradezu magische Verwandlung: Die völlig bedeutungslosen, im unmittelbaren Sinne „abfälligen“ Teile, die den Körper seiner Gestalten  bilden – die weggeworfene Blechbüchse, der verbogene Metallschrott, das zerschundene Fundholz – lösen sich im Auge des Betrachters nahezu vollständig auf, sie verschwinden geradezu im Blick auf die Seele dessen, was sie in ihrer künstlerischen Verbindung zum Ausdruck bringen. In Jens Mohrs Werk wird das Banale auf wunderbare Weise zu etwas Wesentlichem. Und zugleich ist seine Kunst der sinnfällige Beweis dafür, dass das Ganze tatsächlich immer mehr ist als die Summe seiner Teile.   

Wenn Kunst nichts anderes ist als die Magie, das Wesentliche sichtbar zu machen, dann versteht man, was der Künstler Jens Mohr ist: eben ein „Wesen“-Macher.  

Prof. Dr. Martin Booms, Philosoph

 

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